Camper Sicherheit: Der passenden Diebstahlschutz für dein Wohnmobil

Das Thema Sicherheit im Camper ist ein riesengroßes. Vor allem da Vanlife so boomed, ist wohl Einigen klar, dass Kamera, Drohne und andere Wertgegenständen im kleinen Zuhause auf Rädern versteckt sein können. Für Diebstahlsicherungen und -schutz gibt es so viel Auswahl wie Sand am Meer. Aber wie bekommst du deinen Camper wirklich einbruchsicher? Alarmanlage? Sicherheitsglas? Wegfahrsperre? Reifenkralle? Safe? Batterieschalter? GPS Tracker? Picklock? Überwachungskamera? Wir erzählen dir hier (ganz geheim ;)) wie wir uns schützen.

Besonders während des Umbaus war das Thema Sicherheit ein wichtiges für uns, das vor allem Andi sehr beschäftigte. Da er mit seinem Kameraequipment sowie der Drohne und Laptop teure Elektrogeräte immer mit dabei hat war klar – wir müssen uns mit den marktüblichen Sicherheitssystemen auseinandersetzen, vergleichen und uns entscheiden was wir bei unserem Van verbauen. Auch Kathi arbeitet Online. Ihr etwas kleinerer Laptop ist jedoch ebenfalls neu und viel wert. Da wir außerdem über Monate hinweg unterwegs sind, also im Van leben, und nicht nur ein paar Wochen auf Urlaub fahren, ist das ganze Equipment mit dabei. Einerseits gibt es die Möglichkeit den Van selbst, also das Auto, bestmöglich vor Einbrüchen zu schützen, andererseits sind natürlich auch andere Faktoren ausschlaggebend. Diese Tipps und Tricks, die wir uns in den letzten Monaten, in denen wir bereits im Camper leben angeeignet haben, verraten wir dir nun in diesem Beitrag.

1. Der richtige Parkplatz

Natürlich kommt es stark darauf an, wo man parkt. Frei stehen an sich ist ja kein Problem, solange man die Natur dabei nicht belastet, aber ganz alleine in dunklen Gassen oder in bereits negativ “bekannten” Gegenden, das würden wir persönlich einfach nicht machen. Uns macht es nichts aus mit anderen gemeinsam zu stehen.

Wenn am Parkplatz gleich verdächtig viele weiße Glasscherben liegen, ist das meistens kein gutes Anzeichen und deutet oft auf eine eingeschlagenes Fenster hin.

Außerdem begrüßen wir unsere Nachbarn immer gerne freundlich und lassen uns mal blicken, damit die anderen Vanlifer wahrnehmen, wer denn zu diesem Camper gehört. Genauso würden wir auch aufmerksam nachfragen, wenn wir jemand total Fremden bei einem uns bekannten Campervan sehen würden. Schließlich sind wir alle gemeinsam im selben Boot was die Sicherheit unserer Home on wheels betrifft. Da darf man also auch anderen Aufmerksamkeit schenken.

Wenn wir uns nicht wohl fühlen, parken wir dort nicht. In Südspanien beispielsweise waren wir an einem tollen Surfspot. Aber als wir aus dem Wasser kamen, schwankte ein sichtlich beeinträchtigter, selbsternannter Parkplatzwächter auf uns zu und meinte, dass es hier gefährlich sei und wir ihm lieber Geld fürs Bewachen unseres Vans geben sollten … hmm.. was hättest du wohl in dieser Situation gemacht? Wir sind jedenfalls gleich nach dem Umziehen weggefahren und haben das nächste Mal einfach ein wenig weiter weg, dafür sicherer, geparkt und sind zum Spot gelaufen.

Campingparkplatz Portugal Algarve mehere Campingfahrzeuge nebenan

2. Verstecke deine Wertgegenstände

Grundsätzlich empfehlen wir: Protze nicht mit deiner teuren Kamera, dem super modernen Laptop oder dem neuesten Handy. Vor allem nicht in ärmeren Gegenden!

Gelegenheit macht Diebe. Keine Gegenstände sichtbar platzieren! Auch die Boombox die wir beim Fahren verwenden oder die Powerbank für die Smartphones und natürlich diese selbst, die gerne im Handschuhfach liegen, deuten darauf hin, dass in diesem Camper noch andere Wertgegenstände zu holen sind. Daher verstauen wir alle elektrischen Geräte im Wohnraum. Wo es Nichts zu sehen gibt, können potentielle Diebe nur spekulieren, ob es sich wirklich auszahlt hier einzubrechen. Und das schreckt ab. Denn wer sich nicht sicher ist, ob es in diesem Fahrzeug was zu holen gibt, wird wohl einen anderen Camper auswählen oder es sich zumindest zwei mal überlegen.

Außerdem packen wir IMMER unsere Wertgegenstände in den Safe wenn wir beide den Van verlassen, sprich keiner von uns drinnen bleibt. Das beruhigt einerseits unser Gewissen und andererseits machen wir es potenziellen Einbrechern extra schwer.

3. Halte die Augen offen

Vorsicht ist ja bekanntlich besser als Nachsicht. Halte also deine Augen offen und setze deinen Hausverstand ein. Pass aber auf, dabei nicht paranoid zu werden!

Eine wichtige Frage, die sich für uns außerdem noch gestellt hat ist, was macht man eigentlich mit dem Schlüssel wenn man Surfen geht?

Die Schlüssellocks sind eher unsicher und können mit einem gezielten Tritt vom Fahrzeug gelöst und anschließen geöffnet werden. Sicherer ist es also, den Schlüssel mit ins Wasser zu nehmen. Wir haben uns dafür noch einen extra Schlüssel ohne Elektrik machen lassen. Der Kostenpunkt hierfür? € 50,-. Wenn wir also beide gleichzeitig ins Wasser gehen, können wir diesen einfach an unseren Wetsuit binden (fast jeder Wetsuit hat eine Key Pocket!) und mit zum Surfen nehmen. Den elektronischen Schlüssel verstecken wir dann gut im Auto, wo ihn bestimmt keiner findet ohne mehrere Stunden mit dem Suchen zu verbringen. 

Wir parken unseren Campervan außerdem immer so, dass wir ihn meist vom Surf aus gut sehen können.

4. Pick Stopp

In ein Auto einzubrechen ist einfacher als gedacht. Bei den meisten Fahrzeugen genügt eine kleiner Schlag mit dem Schraubendreher unterhalb der Türgriffschale und alle Türen sind offen. Das Schlimmste dabei ist, dass es geräuschlos und ohne hoher Gewalteinwirkung oder aufwändigen Geräten passieren. Somit ist das eine sehr einfach Methode für Diebe den Camper sogar unter Tags aufzubrechen. Es gibt aber auch eine einfache und günstige Methode, sich davon zu schützen. Ein passend zugeschnittenes Blech muss an der richtigen Stelle angebracht werden.

prick stopp einbau in citroen jumper l2h2 kastenwagen diebstahlschutz

Wir haben das Ganze sogar einfach aus Blech nachgefertigt und mit ein bis zwei Stunden Arbeitszeit selbst in unserem Camper verbaut. Es gibt aber auch die Möglichkeit dieses Teil online fertig zu kaufen, z.B: Prick Stop. Dieses Blech wird mit den Originalschrauben des Fahrzeugs verschraubt und verstärkt somit das Fahrzeugblech an der Schwachstelle des Schlosses.

5. Safe

Wie bereits erwähnt haben wir einiges an elektrischen Geräten mit dabei, die nicht besonders günstig zu ersetzen sind. Deswegen haben wir uns außerdem dazu entschieden einen Safe im Wageninneren unseres Vans zu verbauen.

Es gibt verschieden Varianten von Safes.

  • Elektronische Safes sind grundsätzlich unsicherer, da sie wiederum einfach geknackt werden können aber praktischer in der Handhabung, da sie keinen Schlüssel benötigen.
  • Schwere Tresor mit dicker Stahltür, die aber wiederum sehr schwer und unhandlich sind und unnötig das Fahrzeuggewicht erhöhen.
  • Safes für spezifische Fahrzeugtypen, diese passen unten den Fahrersitz oder sogar an die Tür. Bieten aber nicht genug Platz für einen 15” Laptop und Kamera!
  • Möbelsafes, sicher mit Schlüssel und vom Gewicht und Abmessung ok und handlich. Diese können aber wiederum mit schweren Geräten geknackt werden.

Wir haben uns für den Möbelsafe entschieden dieser hat genug Volumen für zwei Laptops, 2 Smartphones, Bargeld, Kamera, Objektive und eine Drohne. Verankert mit dem Boden lässt er sich auch nicht einfach mitnehmen. Gefinkelt unter dem Bett verbaut lässt er sich nur schwer ausheben, ohne davor das Bett komplett abzumontieren. Den Schlüssel für den Safe tragen wir immer bei uns.

safe tresor im Camper verbaut und angschraubt

Gesunder Mittelweg zwischen Prävention und Achtsamkeit für mehr Sicherheit im Kastenwagen

Abschließend möchten wir festhalten, dass man schlussendlich nicht vor einem Einbruch gefeit ist, egal wie viele Sicherheitsmaßnahmen man vor trifft. Immer alles gut wegzuschließen, wenn man den Camper für längere Zeit verlässt ist sicherlich ratsam und mittlerweile gehört es für uns einfach zur Routine dazu.

Wir persönlich haben uns außerdem bewusst dazu entschieden, keinen Werbungssticker für unser Instagram oder Fotografie anzubringen, von dem man ebenfalls auf eine gute Kameraausrüstung schließen könnte..

Keinesfalls möchten wir hiermit sagen, dass unsere Lösungen “die richtigen” sind, denn diese Entscheidung bleibt wohl jedem selbst überlassen! Wir sind gespannt was du so für Maßnahmen getroffen hast, lass es uns gerne in einem Kommentar wissen!

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