In 6 einfachen Schritten zu deiner Camper Elektrik

Die Stromversorgung beim eigenen Camper ist ein riesengroßes Thema. Einige werden mehr Strom verbrauchen einige wiederum weniger. Wichtig ist, bereits vorab gut abzuschätzen, wie hoch der Verbrauch sein wird und demnach die richtige Ausstattung zu wählen und zu verbauen. Nachdem wir in unserem Camper zu zweit, auf unbegrenzte Zeit leben und unter anderem am Laptop arbeiten, haben wir uns für eine größere Elektrik entschieden.

Wir haben dir in diesem Beitrag alles zusammengetragen, was du für deinen Stromversorgung im Van benötigst und was zu beachten ist. Schritt für Schritt kannst du hier herausfinden, welche Ausstattung zu dir und deinem Campervan passt. Um die Elektrik für deinen Umbau besonders gut auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen zu können stelle dir daher vor dem Kauf folgende sechs Fragen:

Frage 1:

“Wie viel Strom benötigte ich on the road?”

Um diese Frage zu beantworten wird die Leistung der Geräte addiert und bestimmt, wie oft sie im Durchschnitt verwendet werden. Eine beispielhafte Berechnungen für unseren Camper findest du in folgendem Google Sheet:

Deine Berechnung kannst du ganz einfach darauf aufbauen. Dazu erstellst du einfach eine Kopie des Dokuments in dein Google Drive oder ladest dieses herunter und kannst es so offline bearbeiten. Die Formeln für deine eigene Berechnung sind bereits integriert und du musst nur noch die Daten all deiner Elektrogeräte, die du im Camper verwenden wirst, eintragen.

Bei Lichtern (LEDs), Wasserpumpen .. können wir immer die Maximalleistung für die Berechnung verwenden. Bei Notebooks ist das leider schon etwas schwieriger.  Da die Maximalleistung des Netzteils  eine hohe Auslastung des Computers + den Ladevorgang im extrem Fall bewerkstelligen muss.  Bei normalen Gebrauch ( Internet, Netflix ..) liegt  diese Leistung aber meist weiter unter dem Maximum. Beim XPS 15 mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 135 Watt nehmen wir also nur einen Wert von 45 Watt als Durchschnitt an. Beim XPS 13 (45W Leistung) einen Durchschnittswert von 22,5W. Da die beiden Laptops mit einem 230V Netzteil über denn Inverter betrieben werden, müssen noch die 10% Verlustleistung  dessen addiert werden.

Da wir aber auch mit weniger Sonne auskommen wollen und es für AGM Batterien immer besser ist sie weniger zu entladen haben wir im Citroen Jumper L2H2 noch 40% Reserve eingerechnet und somit eine 230Ah AGM Batterie verbaut. 

Sobald du deinen Tagesbedarf bestimmt hast, ist es Zeit deine Batterie zu dimensionieren.

Ein paar Beispielrechnungen:

65 Ah –  Kühlschrank, Licht, Kamera, 2h Netflix 

150 Ah – Kühlschrank, Licht, 2x 6h leichte Laptop Arbeit

230 Ah –  Kühlschrank, Licht, 2x 8h Laptop Arbeit

TIPP: Die Batterie verliert über die Jahre hinweg ein wenig an Leistung. Deshalb schadet es nicht, sie etwas größer zu dimensionieren.

Frage 2:

“Welche Batterie ist die richtige für mich und meinen Camper?”

Grundsätzlich wird zwischen vier Arten von Batterien unterschieden. Natürlich bringt jede von ihnen individuelle Vor- und Nachteile mit sich. Nach langer Recherche haben wir uns schließlich für eine AGM Batterie entschieden.

Die Vorteile der AGM Batterie liegen auf der Hand

  • wartungsfrei
  • geringe Selbstentladung
  • weniger empfindlich gegen Tiefenentladung
  • hohe Lebensdauer
  • kürzere Absorptionszeit (vor allem sinnvoll, wenn man nur über Solar lädt)
  • Verträgt auch höhere Spitzenlasten (Ströme) gut (z.B.: leistungsintensive Aufgaben mit dem Laptop)

Die Nachteile der AGM Batterie sind

  • höheren Anschaffungskosten
  • spezielle Ladetechnik

Als Alternative gibt es noch folgende weitere Batterie Varianten:

Nassbatterien

Vorteile

  • Preiswert
  • Einfach zu laden

Nachteile

  • Wartungsintensiv
  • Ausgasung
  • Nicht auslaufsicher

Blei-Gel-Batterien

Vorteile

  • Fast wartungsfrei
  • Auslaufsicher

Nachteile

  • Spezielle Ladetechnik
  • Hohes Gewicht

Lithium Akkus

Vorteile

  • Wartungsfrei
  • Keine Selbstentladung
  • Tiefenentladung möglich
  • Klein und leicht
  • Auslaufsicher
  • Schnelles aufladen

Nachteile

  • Sehr teuer

Frage 3:

“Wie lade ich meine Bordbatterie im Van?”

Die drei beliebtesten Methoden zum Laden einer Batterie in einem Camper sind  

  1. Stromnetz
  2. Solar
  3. Lichtmaschine

Oft werden diese auch in Kombination miteinander verwendet.

Wir laden unsere Batterie derzeit rein über Solar. Als Backup haben wir ein Ladegerät mit dabei, um im Notfall über Landstrom laden zu können.

1. Stromnetz

Das Laden über das Stromnetz ist simple: Die Batterie einfach über ein Ladegerät mit dem Landstrom (einer Steckdose) verbinden. Vorteile dabei sind, dass es eine sichere Quelle ist und das Laden relativ schnell passiert. Nachteil: Abhängig vom Landstrom, dieser ist meist nur an Campingplätzen verfügbar.

TIPP: Falls du eine AGM oder Gel Batterie verbaut hast, empfehlen wir dir, nicht ein x-beliebiges Ladegerät vom Discounter zu verwenden. Diese haben meistens nicht genug Ladepower, um die Batterie in einer annehmbaren Zeit zu laden und besitzen oft nicht die passende Ladekurve für diese Batterien.

Je nach Stärke deiner Batterie solltest du auch dein Ladegerät richtig dimensionieren:

Hier ein generelles Beispiel:

Beispiel Ladezeit einer AGM Batterie (64Ah) mit 10A Ladegerät

Die ersten 80% einer AGM können relativ schnell geladen werden. Das liegt daran, dass sie, im Gegensatz zur z.B. Gel Batterie, hohe Ladeströme verträgt. Die Ladedauer bis zu 80% (der Vollladung) nennt man Bulk Phase. Diese kannst du mit der Formel: Ah (Zu ladende Ah deiner Batterie) / I ( Leistung deines Ladegerätes) berechnen. Für die restlichen 20% kann eine Absorptionszeit von bis zu 8h erforderlich sein.  

Beispiel:

Zu 50% entladene 64Ah Batterie mit einem 10A Ladegerät. 

  • 32Ah sind zu laden.
  • Die Bulk Phase endet bei 51,2 Ah.
  • Das entspricht 19,2Ah die noch in der Bulk Phase geladen werden können.

19,2/10A = 1,92h

Daraus ergibt sich eine Ladezeit von 2h, bis 80% der Batterie geladen sind. Für die restlichen 20% werden weitere 8h Ladezeit benötigt. 

Das Laden einer Lithium Ionen Batterie geht noch etwas schneller. Hier liegt die Bulk Phase (maximaler Ladestrom) bei 95%. Anschließend werden lediglich 30 Minuten für die Absorptionsladung benötigt.

 

2. Solar

Um die Energie über eine Solaranlage zu beziehen und so deine Batterie on Board zu laden brauchst du sowohl Solarzellen, als auch einen Laderegler.

Bei unserem Camper umbau haben wir uns für ein 310W Solarpanel auf dem Dach und einen Victron MPPT Laderegler mit 20A entschieden. Wir müssen zugeben, wir freuten uns selten so sehr über ein Gadget wie dieses. Die Kombination des Victron Ladereglers und des Solarpanel sind einfach die ideale Lösung für uns. Das ganze System funktioniert seit Anfang an ohne Probleme. Der Einbau ist zudem sehr einfach und schnell von der Hand gegangen. Außerdem lässt sich alles ganz einfach via Bluetooth App konfigurieren und kontrollieren – ein tolles Feature!

Möchtest du ein Solarpanel an deinem Van abringen, solltest du dessen Leistung auf deine Bedürfnisse auslegen und dich dazu für den richtigen Laderegler entscheiden. Dazu haben wir dir hier wieder beispielhaft eine Übersicht erstellt.

Beispiele zur Dimensionierung:

Bsp. 1
310 Watt Solarpanel / 20 A Laderegler

2 Personen, die 8h am Laptop arbeiten, einen Kompressorkühlschrank betreiben, Beleuchtung einschalten und ihre mobilen Geräte laden wollen, werden in etwa einen täglichen Stromverbrauch von 100 Ah haben. Hier empfiehlt sich ein 310 Watt Solarpanel mit einem Laderegler mit 20 A

Bsp. 2
200 Watt Solarpanel / 15 A Laderegler

Nehmen wir an, dass 1-2 Personen in etwa 5h am Laptop verbringen, ihr Essen/Trinken kühlen, Licht eingeschalten haben und außerdem ihre Handys laden wollen. Das bedeutet in etwa einen Stromverbrauch von täglich von ca. 65Ah/Tag. Dafür empfiehlt sich eine 200 Watt Solarpanel mit einem 15A Laderegler zu verbauen.  

Bsp. 3
100 Watt Solarpanel / 10 A Laderegler

Geht man von einer simplen Verwendung von Kühlschrank, Licht, Kameraakkus laden und beispielsweise 2h Netflix pro Tag aus, kann man mit einem Stromverbrauch von in etwa 25 Ah rechnen. Hierfür reicht ein 100 Watt Panel mit einem 10A Laderegler vollkommen aus.

3. Lichtmaschine:

Das Laden über die Lichtmaschine funktioniert folgendermaßen: Die Lichtmaschine erzeugt bei jeder Fahrt Strom. Meistens sogar mehr, als zum Fahren selbst benötigt wird. Dieser Strom kann so zum Laden der Autobatterie und der Bordbatterie genutzt werden.

Willst du diese Option in deinem Campervan verwenden, so ist folgendes zu beachten: Der Stromkreis wird mittels einem Trennrelais getrennt. So schafft man zwei individuelle Stromkreise: einen für die Bordbatterie, einen für die Autobatterie. Wichtig ist, dass der Strom für deine Versorgung von Bordbatterie bezogen und von der Autobatterie getrennt ist. Beide laden natürlich nur, wenn das Auto läuft. Dann ist das Trennrelai geöffnet.

Ein Ladebooster hilft, diese Methode effektiv und dabei schonend für die Batterie zu betreiben. Er ist wichtig, da die Lichtmaschine keine Ladekurve besitzt und somit auf Dauer der Bordbatterie schadet.

Wir haben diese Alternative derzeit nicht verbaut, da wir sehr gut mit der Energie aus der Solaranlage auskommen und uns wichtig war auch länger an einem Platz stehen zu können.

Kombinationen aus verschiedenen Ladegeräten 

Es ist möglich, mehrere Lademöglichkeiten miteinander zu verbinden. Dadurch werden Nachteile minimiert. Die Ströme summieren sich beim Laden. Natürlich sollte aber jedes der Ladegeräte die Ladekennlinie der Batterie besitzen.

Frage 4:

“Reichen 12V Steckdosen, oder benötige ich 230V im Camper?”

Sofern für dich möglich, sollten alle Verbraucher mit 12V betrieben werden, da es bei der Umwandlung von 12V auf 230V durch einen Spannungswandler immer zu einer Verlustleistung von ca. 10% kommt.

Für Licht, Kühlschrank, Kamera Ladegeräte usw. sollte es kein Problem sein lediglich mit 12V zu laden. Schwieriger wird es beispielsweise mit dem Laden des Laptops oder einer elektronischen Zahnbürste. Eine Option ist, ein passendes 12V Netzteil zu kaufen. Mehr Komfort bietet ein Spannungswandler im Van. Obwohl wie erwähnt eine kleine Verlustleistung auftritt, kann man über diese 230V Elektrogeräte einfach ohne Adapter laden oder betreiben.

Wir setzen in unserem Campervan auf einen Spannungswandler von Victron. Dieser ist in vielen Ausführungen erhältlich und hat einen Wirkungsgrad von 90%.  Außerdem erzeugt er eine reine Sinusfrequenz und ist sehr leise, im Normalfall sogar geräuschlos, wenn er nicht zu stark belastet wird.

Frage 5:

“Welche Leitungsdurchmesser muss ich im Campervan verlegen?”

Um den Leitungsdurchmesser zu berechnen, benötigst du die Stromstärke. Anschließend kann der Leitungsdurchmesser berechnet werden. Die Formel dazu lautet:

A = ( I x 0,0175 x L x 2 ) / (fk x U)

  • I = maximale Stromstärke in Ampere
  • 0,0175 = der spezifische Widerstand von Kupfer in Ohm x mm2 / m
  • L = Kabellänge
  • fk = Verlustfaktor, Beispiel: 1%, sind 0,01
  • U = Spannung

Die Formel zur Berechnung der Stromstärke lautet: Leistung [W] / Spannung [V]

Hier eine Beispielrechnung für die LED Spots, die wir in unserem Van verbaut haben:

6 Spots, mit jeweils einer Leistung von 3 Watt (6x3W = 18W) die Spannung beträgt 12 Volt. Somit ergibt sich eine Stromstärke von:  18W/12V = 1,5A

Der Leitungsdurchmesser berechnet sich demnach folgendermaßen:

A = ( 1.5A *0,0175 x 2,5m x 2 ) ( 0,01 X 12V) = 1,09mm²

Hier ein weiteres Beispiel, für den Kühlschrank Dometic CDF 18 (35W) 

A= =(2.9A0.01752.5m2)/(0.0212) = 1,05mm²

Zwischen Batterie und Spannungswandler und Batterie und Sicherungskasten fließen die stärksten Ströme. Hier ist es ratsam jeweils  6mm² Kabel zu verlegen. Die jeweiligen Entfernungen sollten so kurz wie möglich gehalten werden, um größere Verluste zu vermeiden. 

Für die Beleuchtung, die Wasserpumpe und den Kühlschrank haben wir jeweils Kupferleitungen mit 2,5mm² Querschnitt verwendet. Der Abstand zum Sicherungskasten beträgt jeweils ca. 1-3m.  

Frage 6:

“Wie kann ich meine Wohnmobil Elektrik absichern?”

Die einfachste Lösung zur Absicherung der Elektrik ist der Verbau einer KFZ Sicherungsbox. Von dieser ausgehend werden die einzelnen Verbraucher abgesichert. Die Amperezahl der Sicherung sollte dabei immer etwas größer als die maximale Leistung des jeweiligen Verbrauchers sein.

Bei uns sieht das nun wie folgt aus: Alle Lichter und die Wasserpumpe sind mit jeweils 5 Amper abgesichert, Kühlschrank und die beiden 12V Volt Steckdosen mit jeweils 10 Amper.

Für den Weg zwischen Spannungswandler und Batterie und für den Weg zwischen Batterie und Solar Laderegler haben wir jeweils Midi Hochstrom Sicherungen mit 40A verwendet. Die Sicherung sollte so nahe wie möglich am Pluspol der Batterie angebracht werden.

Noch unsicher welche Solaranlage du nun bei deinem Camper ausbau verbauen sollst?

Du bist dir noch etwas unschlüssig und möchtest lieber alle notwendigen Produkte für deine Camper Solaranlage in einem Packet kaufen.

Dann gibt es von Offgridtec auch die Option von 100 Watt, 200 Watt oder 300 Watt Wohnwagen Solar Sets die alle Montage Materialen, Kabel, Sicherungen und einen MPPT Solarregler beinhalten.

Die Batterie und Sicherungen für deine Endverbraucher musst du aber weiterhin extra kaufen.

Oft findet man auch günstigere Sets online, aber diese sind meistens mit keinem MPPT Regler oder einem günstigen China nachbau versehen und haben im Endeffekt weniger Leistung als erhofft.

Du willst deine Camper Elektrik so einfach wie möglich, am besten bereits vorgefertigt?

Dich nicht um die richtige Batterie und den passenden Kabelquerschnitt für deinen Busumbau kümmern? Dann schau dir die fertigen Batterie-Konzept-Sets von Bullibattery an. Hier gibt es fertig optimierte Varianten zum Setpreis. Das ganze kommt in der Plug and Play variante inklusive bebilderter Einbauanleitung. Und falls du dennoch Hilfe beim Einbau brauchst, kannst du Bullibatttery einfach kontaktieren und sie werden dir weiterhelfen.

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36 thoughts on “In 6 einfachen Schritten zu deiner Camper Elektrik

  • Hi,

    Ich möchte auch über die Lichtmaschine meine zusätzliche Batterie lassen. Wir sind eine Familie mit vier Personen. Die Jungs wollen auch mal Playstation spielen über einen led tv. Meist auch während der Fahrt. Ein laptop und einige habdys sind auch mit an bord. Der Kühlschrank lässt auch über hausstrom und Batterie Strom betreiben. Ich möchte keine solargeschichte verbauen, sondern lediglich eine agm batterie betreiben. Was raten sie mir hinsichtlich der größe der Batterie und Kabel und zusätzliche geräte wie ladebooster usw? Können sie mir dazu was empfehlen?
    Lg
    Marcel Bischof

      Antworten
    • Hey,
      Ich kenne natürlich eure genaues Setup nicht. Aber es sieht aus als hättet ihr ca. den Energie Verbrauch von uns wenn nicht sogar etwas mehr. Um es genau zu berechnen kannst du die geschätzte Dauer und Leistung deiner Geräte im Google sheet eintragen https://docs.google.com/spreadsheets/d/1OFlzBNqXPFzmw37K5-OpOjlo2IDtNseZfXTKI20CTlg/edit#gid=1823427124
      Aber geschätzt mit 3h(volle Power Spiele) Playstation 150 Watt + LED TV 130 Watt + vermutlich etwas mehr Strom verbrauch beim Kühlschrank kommt ihr auf ca. 115 Ah ( an Tagen wo ihr viel Strom benötigt). Da die Batterie nicht unter 50% entladen werden sollte ist wohl auch für euch die 230Ah die beste Wahl. Die passende AGM Batterie findest du hier https://amzn.to/2ITXZC5

      Den Ladebooster solltest ihr entsprechend eurerm Fahrverhalten dimensionieren. Plant ihr jeden Tag längere Strecken zu fahren? Oder eher auch mal paar Tage kurzstrecke ? Wenn ihr die Batterie so schnell wie möglich voll bekommen wollt, dann wäre ein 70A Ladebooster sinnvoll https://amzn.to/2IqXRuw. Günstiger gibt es das gleiche Modell auch auch mit 30A.

        Antworten
  • Hallo ihr zwei
    Danke für eure genauen Ausführungen, echt hilfreich! Eine Frage nun:
    Wie kommt es, dass in eurer Stromberechnung der Kühlschrank bei 35W nur 9,12 Ah benötigt?
    Meine neue Kühlbox hat gemäss Hersteller eine Leistung von 85W, was in meinen Berechnungen bei 24h-Betrieb 170 Ah ergäbe, was wiederum sehr viel ist.
    Ich hoffe, ich mache was falsch bei meinen Berechnungen… 🙂

    Danke für eure Hilfe!

      Antworten
    • Hey Zere,
      Die Watt angaben auf den Geräten ist immer die Maximal Leistung. Also wenn der Kühlschrank zb. neu eingeschaltet wird und es draußen Warm ist … wird er die 35W sicher für die ersten 2-3 stunden benötigen. Da er aber hoffentlich gut isloliert geben die Hersteller auch immer den effektiven Wert an. Beim CDF 18 Kompressor Kühlschrank https://amzn.to/2SMStWn ist die Stromaufnahme z.b.: so angegeben.
      Stromaufnahme: 0,38 Ah/h bei +20 °C Umgebungstemperatur, 0,64 Ah/h bei +32 °C Umgebungstemperatur, jeweils bei +5 °C Geräte-Innentemperatur. Somit haben wir mit 0,38 Ah * 24 für den täglichen Energieverbrauch verwendet.
      lg Andi

        Antworten
  • Hey,
    Ich habe da auch mal eine Frage an euch. Leider bin ich in Sachen Strom eine totale Niete. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
    Ich habe vor einen kleinen 230Volt Kühlschrank mitzunehmen der an einem Wechselrichter angeschlossen wird. Laut Typenschild 230V, 85Watt und 0.526 kWH/24h
    Jetzt meine Frage. Wieviele Amperestunden sind das?
    Ich hoffe ihr könnt mir helfen, damit ich eine passende Batterie aus euren Empfehlungen bestellen kann.
    Vielen lieben Dank!

      Antworten
    • Hey Yannick,
      Grundsätzlich würde ich dir empfehlen sofern möglich den Kühlschrank über 12V laufen zu lassen. Bzw dir eine Kompressor Kühlbox zu besorgen.
      Aber zu deiner Frage: Handelt es sich hier um einen relativ großen Kühlschrank? Die Angabe 0.526 khw/24h kenn ich persönlich nicht… aber lt. Internet handelt sich darum um den stunden verbrauch… 526W/h Die Rechnung würde dann so aussehen AH = WH/ V Ah = 526wh /230v *24 = 2,2ah * 24 = 54,8 Ah pro Tag

      + dazu musst ca. 10% noch Verlust rechnen beim Umwandel von Gleichstrom auf Wechselstrom… Am besten nen guten Wechselrichter verbauen der wenig Verlustleistung hat wie: https://amzn.to/2Pt3X37

        Antworten
      • Hallo, echt schöne Website die ihr hier habt und auch von den Inhalten sehr gut aufgearbeitet.
        Aber zu den Kommentaren muss ich dann doch mal meinen Senf dazu geben: Vom Betrieb eines 230V Kühlschranks an einem 12V Wechselrichters würde ich auch eher abraten. Wie schon geschrieben geht einiges an Energie verloren und der Kühlschrank wird beim Starten des Kompressors auch kurzzeitig mehr als die 85W Leistung aufnehmen. Das muss der Wechselrichter aushalten können. Das im Vorfeld richtig abzuschätzen ist schwierig.
        Dann noch zu eurer Berechnung: kWh (Kilowattstunden) ist die Einheit für Energie. 0,526 kWh/24h wird also die Energieaufnahme bei typischer Benutzung über 24 Stunden sein. Um von kWh auf Wh zu kommen, muss der Wert mit 1000 multipliziert werden. Also 526 Wh/24h. Soweit alles richtig. Wenn man jetzt allerdings durch 230V dividiert, erhält man die Ah (Amperestunden) auf der 230V Seite des Wechselrichters. Das entspricht nicht dem Wert auf der 12V Seite! Richtig wäre es, die 526 Wh/24h durch 12V zu teilen, da man ja die Ah der 12V Seite wissen möchte (also wie viel Kapazität der 12V Batterie entnommen wird). 526 Wh/24h : 12V = 43,83 Ah/24h. Somit benötigt man 43,83 Ah Batteriekapazität pro Tag (ohne Verluste des Wechselrichters, für den bestimmt noch 10% mehr drauf gehen). Und der Energiebedarf des Kühlschranks hängt natürlich stark von der Nutzung und der Umgebungstemperatur ab.

          Antworten
    • Hallo,
      auch von mir großes Lob an euch und eure Webseite. Werde mich bei meinem Einbau der Zweitbatterie nach euch richten.
      Jetzt habe ich aber doch noch eine Frage bzw. zwei 😁
      1. Meine Starterbatterie ist eine Standard Bleibatterie, kann ich als zweitbatterie trotzdem eine agm verbauen oder muss es die gleiche Batterietechnologie sein?
      2. Ich würde gerne zusätzlich zum “während der Fahrt” Laden auch noch auf dem Campingplatz die Zweitbatterie über Landstrom laden. Macht ihr das auch?

      Vielen Dank vorab.
      Grüße Philip

        Antworten
      • Hey Philip,
        Danke freut uns zu hören 😁.
        1) Klar kein problem es haben denke ich fast alle eine Bleibatterie als Startetbatterie. Nur beim Laden über die Lichtmaschine “während der Fahrt” solltest du dann am besten einen Ladebooster dazwischen schalten zb: https://amzn.to/2U2hNue damit deine AGM Batterie mit der richtigen Ladekurve geladen wird und lange hält.
        2) Wir haben ein Ladegerät fix verbaut und dachten anfangs wir würden es öfter verwenden aber unsere Solaranlage hat uns bis jetzt noch nie in Stich gelassen und immer genügen Strom produziert somit waren wir noch nie auf das Laden am Campingplatz angewiesen. Wir haben das Ladegerät aber ab und zu in Österreich im Einsatz. Eigent sich gut zum Vollladen im Winter, bzw. als Backup für den Weg.
        Beste Grüße Andi

          Antworten
        • Wie genau kann ich mir das vorstellen? Kann ich an meine Solaranlage zusätzlich eine Ladegeräte für den Campingplatz bauen?
          Lg

            Antworten
          • Du kannst das Ladegerät nicht direkt an die Solaranlage anschließen aber an die Batterie kannst du natürlich ein weiteres Ladegerät anschließen.
            Wie mal einen Blick auf denn Stromlaufplan hier, dass sollte dir helfen 😉
            lg Andi

  • Hey, die Schreibweise gefällt mir total. Immer weiter so! Wenn ich mal das nötige Geld zusammengekratzt habe, werde ich auch einen Camper umbauen. So lange erfreue ich mich an diesen Beiträgen.

      Antworten
    • Hi Lukas,
      Vielen lieben danke für das tolles Feedback, das motiviert zum weitermachen. Hoffen du hast das Budget bald beisamen. Würden uns natürlich freuen wenn du dann die Produkte über unsere Seite kaufst dann erhalten wir einen kleine Provision von den Anbietern und dich bleibt der Preis gleich ;-). Beste Grüße Kathi und Andi

        Antworten
  • Hi
    habt ihr schon negative Erfahrungen mit dem riesigen Solarpanel gemacht? Ist es nur am Rand befestigt? Ich bin zur Zeit hin – und hergerissen zwischen einem 300W oder 2x 150W Panels. 300W sind günstiger und einfacher montiert, aber ich mache mir Sorgen, dass das Panel beim Fahren durch Schlaglöcher beschädigt wird, das ist ja eine riesige, schwere Platte, die nur am Rand aufgehängt ist. Außer in eurem Blog habe ich auch noch kein so großes Panel auf einem Van gesehen

    Viele Grüße
    David

      Antworten
    • Hi David,
      Das Panel ist mit gebogenen T Winkel an den Dachträgern befestigt. Unser Panel hat schon 2 Jahre mit dem ein oder anderen Schlagloch überstanden 😉 ich glaube auch das die 150 W Paneele oft nicht um vieles kleiner sind.
      Eine sichere Antwort kann ich dir da leider nicht geben, aber ich kann dir sagen das wir bis jetzt noch keine Probleme mit dem 300W Panel hatten.
      beste Grüße Andi und Kathi

        Antworten
  • Hallo, habe mir gerade das Kapitel Strom in 6 einfachen Schritten erklärt zu gemüte geführt,
    denke das ich das eine oder andere raus mitnehme für mich und meinen neuen (weil mein erster)alten (weil er von 1991 ist).
    Bin somit Neuling im Wohnmobilbereich und mich noch mit vielen Sachen beschäftigen .Aber großes Lob an deine Seite ich werde mir nach und nach alles durchlesen
    Gruß
    Matthias

      Antworten
  • Moin moin zusammen,
    ich hätte eine klitzekleine Ergänzungsidee zu eurer richtig tollen Internetpräsenz. Mir würde es helfen, wenn es irgendwo mal einen Plan/eine Skizze gibt, auf der zeichnerisch abgebildet ist, was wie wo am besten angeschlossen wird. Beispiel: ein Bild eines Autos in der drifsicht mit der Lichtmaschine vorne und einem dicken 6mm2 Kabel zur bordbatterie. Dazwischen noch das Relais und der booster X….versteht man mich?

      Antworten
    • Hi Thormaehlen,
      Klingt gut, werden wir dann für den nächsten Camping Ausbau der bald folgt mit machen und hier dann ergänzen 😉
      Danke
      Beste Grüße Andi

        Antworten
  • Servus,

    “Als Backup haben wir ein Ladegerät mit dabei, um im Notfall über Landstrom laden zu können.”

    Frage: Kann das Ladegerät (wie aus eurem obigem Setup) zusätzlich zum Solar an der Batterie angeschlossen und betrieben werden oder muss hier vorher etwas abgesteckt/umgebaut werden?

    Besten Dank!

      Antworten
    • Servus Daniel,

      Du kannst alles so stecken lassen! Wenn du zb. am Campingplatz mal Landstrom beziehst wird sich der Regler mit der niedrigsten Spannung zuerst abschalten.

      Wenn wir unseren Camper “einwintern” entfernen wir aber immer denn MPPT Regler von der Batterie und haben nur das Victron Blue Smart auf auf Lagermodus angesteckt.

      Beste Grüße Andi

        Antworten
  • Hallo,
    sehr schön und ausführlich beschrieben ist das alles.
    Eine Frage habe ich auch,
    Du lädst die Batterie per Solar, Landstrom (230v) oder mit der Lichtmaschine.
    Hast du alle drei Ladegeräte parallel an der Batterie klemmen?
    Vertragen die Ladegeräte einen rückwärts eingehenden Strom?
    Wenn du mit Ladegerät A lädst, bekommen la die Ladegeräte B und C auf der sekundärseite den Ladestrom von A ab.
    Ich weiß, das das einige Ladegeräte überhaupt nicht cool finden.
    Oder hast du in jedem Ladeweg Relais im Ladekreis?

    Liebe Grüße, Sascha

      Antworten
    • Hallo Sascha,
      Wir haben beim Citroen Jumper nur Solar und Landstrom verwendet aber auch zusätzlich über die LIMA sollte es kein Problem sein alle Geräte gleichzeitig zu betreiben. Natürlich sollten alle Ladegeräte die Richtige Kennlinie kennen. Die Geräte mit dem niedrigsten Strom werden sich dann wegschalten.
      Bei den Victron Geräten hatten wir noch nie ein Problem mit dem Rücklaufstrom aber natürlich könntet du auch einfach einen Schalter dazwischen geben falls du auf Nummer sicher gehen willst.

      beste Grüße Andi

        Antworten
  • Ich würde in jedem Fall Trennrelais in die Ladewege setzten, so dass sich die verschiedenen Ladeströme nicht ins “Gehege” kommen. Das geht dann automatisch.
    Oder man nutzt einen zentralen Laderegler, der die einzelnen Eingänge verwaltet.
    Wenn nämlich die Sonne gut scheint und die Solarzelle ordentlich Strom produziert, geht dieser in die Batterie, wenn diese aber voll ist, will der Strom, der immernoch anliegt, genutzt werden.
    Geht der Strom dann in das Ladegerät für den Landstrom oder in die Lichtmaschiene, könnte es dort zu Problemen kommen.

      Antworten
  • Hey Sascha,
    Die Ladegeräte sind “normal” gegen Rücklaufstrom gesichert ( Diode). Der Solarregler (victron) liefert außerdem bei voller Batterie keinen Strom mehr an die Batterie höchsten die Erhaltungsspannung.

      Antworten
    • Oh, gut zu wissen, dann bin ich nicht auf dem neuesten Stand.
      “Früher” war das immer eine Relais-Schlacht.

      Danke für die Info.

        Antworten
  • Cool erklärt, Besten Dank! 🙂

    Wir haben einen Crafter von 2008 und auch den von euch empfohlenen Ladebooster gekauft. Jetzt sind wir uns beim Einbau mit dem D+ Kabel etwas unschlüssig; Müssen wir das auch anschließen, wenn wir einen Euro4 haben?

    LG Anton

      Antworten
    • Grundsätzlich ist der Ladebooster so schlau das erst bei einer hohen Batteriespannung ( wenn die Lichtmaschine angeht) öffnet… deshalb ist das D+ Kabel bei den meisten Fahrzeugen nicht wirklich nötig. Denke bei eurem Crafter sollte alles ohne Probleme funktionieren. Ihr könnt es einfach mal einbauen uns sehen ob der Ladebooster anspringt wenn ihr startet und sich abschaltet wenn ihr das Fahrzeug abstellt ;-).
      lg Andi

        Antworten
  • Finde den Blog hier super, hilft unglaublich weiter! Bin gerade dabei mir erste Gedanken zu machen, daher eine grundsätzliche Frage: Kann ich was kaputt machen, wenn ich einen 15A Laderegler mit einem 100 Watt Solarpanel verwende? Mit dem Hintergedanken dann später auf ein größeres Solarpanel oder ein zusätzliches Zweites aufzurüsten.

      Antworten
    • Hi Daniel, Weniger Leistung geht für den Solarregler immer klar 😉 Wenn du vorhast später auf zb.: 300Watt zu gehen würde ich gleich zu einem stärkeren Laderegler greifen. Wenn deine Solarpanele zb.: bei der Maximallast nur 10Watt mehr produzieren kannst du beim kleineren bleiben. Die Maximallast wirst du ohnehin vermutlich nie erreichen und wenn dann regelt der Laderegler bei zu hohem Input ab.

        Antworten
  • Hey Andreas,

    erstmal vielen Dank für diesen aufschlussreichen Blog (bin eine totale Elektro-Niete :D)

    Bin gerade an der Elektronik-Planung für unseren Peugeot Boxer Umbau. Wollte nur mal fragen ob folgendes
    Setup so ausreichend, bzw. zu überdimensioniert wäre. Verbraucher wären lediglich ein paar LED-Spots, 1-2 USB Steckdosen (12V), Kompressorkühlschrank (Mobicool FR40) und Wasserpumpe. Am Laptop arbeiten wir nicht wirklich viel.

    AGM Batterie 120 AH
    Landstrom Ladegerät (Victron BlueSmart Batterieladegerät IP65 12/5) -> ein Trennrelais ist, wie bei euch. erstmal nicht erforderlich, denke ich
    Solaranlage mit Votronic Laderegler SR220 (oder lieber ein MPPT?)

    Bei der Solaranlage bin ich mir unsicher, ob 100 W oder 130 W sinnvoll wären.

    Und eine letzte Frage hätte ich noch:
    Für die LED-Spots, Steckdosen und Wasserpumpe müssten ja 2,5 mm2 Kabel ausreichen.
    Bei der Kühlbox bin ich mir jedoch noch unsicher, da ich nirgendwo den genauen Wattverbrauch finde.

    Vielen lieben Dank schon mal im Voraus.

    Bitte mach weiter so mit dem Blog 🙂

    Grüße
    Rene

      Antworten
  • Ulrich Kleinhöfer

    Hallo Andreas,
    Deine Seite ist gut gelungen und sehr informative.
    jetzt aber meine Frage
    Warum bricht die Spannung zusammen wenn ich an den Wechselrichter (700 Watt)
    ein 230 V Heizgerät anschließe mit 500 Watt.
    Über eine Vorrangschaltung habe ich den Landstromanschluß sowie den Wechselregler angeschloßen.
    Je nach angeschlossenem Verbraucher Vorrang ist immer die Bordbatterie danach der Landstromanschluß im 2 Rang.
    Ist der Wechselrichterleistung zu klein ausgelegt ?
    Vielleicht kannst Du hier eine Aussage treffen.

    MFG
    Ulrich

      Antworten
    • Hi Ulrich,
      Die Spannung von deiner Batterie fällt unter lasst immer etwas zusammen. Aber das sollte kein Problem darstellen…
      Funktioniert dein Heizgerät ? Ist die Wechselrichter Leistung (700W) die Dauerleistung die verträgt oder evtl. nur eine Spitzenleisten die nur für eine sehr kurze Zeit möglich ist?
      Bei einer so großen Stromentnahme sollte das auch die Batterie groß genug ausgelegt sein, kleine Batterien haben auch einen kleineren maximal Strom.
      beste Grüße Andi

        Antworten

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