7 Must-Haves zum Campen mit Hund – Plus: Tipps & Tricks

Vanlife mit einem Hund ist eine völlig andere Erfahrung als ohne. Hunde bringen dich nach draußen, halten dich in Bewegung und sie machen jeden Tag zu einem neuen Abenteuer. Das Van-Leben mit einem Hund hat aber auch seine Schattenseiten. Man kann nicht immer dorthin gehen, wohin man möchte, und es ist zwingend erforderlich, dass man die Hunde überall, wo man hingeht, als oberste Priorität betrachtet. So oder so, es gibt kein besseres Gefühl, als am Ende des Tages mit dem besten vierbeinigen Freund zu kuscheln und die Aussicht aus dem Van zu genießen. Egal, ob du bereits einen Hund hast, oder darüber nachdenkst einen Hund zu adoptieren, dieser Artikel gibt dir mit Sicherheit einen guten Überblick was es beim Campen mit Hund zu beachten gibt.

Camper Ausbau mit Hund – was gibt es zu beachten?

Ein Hund braucht Platz

Bereits bei der Wahl des Fahrzeuges und der Planung des Grundrisses gilt es auch an den Hund zu denken. Schließlich braucht der Hund unbedingt einen Rückzugsort. Je nachdem wie groß deine Fellnase ist, wirkt sich das auf deinen Camper und den Van Ausbau aus. Du solltest deinen Hund keinesfalls über Nacht draußen lassen, allem voran wegen Wildtieren oder anderen Gefahren. Wir entschieden uns Charly unter dem Bett genügend Platz zu lassen, dass sie sich ausstrecken und einrollen kann. Als mittelgroßer Hund mit 16kg findet sie hier in der dunklen Höhle gut Platz. Ist das Bett gerade nicht ausgezogen untertags, so liebt sie es außerdem auch sich auf dem Fahrersitz einzurollen oder von hier aus die Umgebung zu beobachten. Ein ruhiger Schlafplatz auch für unter Tags ist für den Hund sehr wichtig. Außerdem solltest du einen fixen Platz für die Näpfe des Hundes einplanen. 

Alternativ kann der Ruheplatz für unter Tags sowie zum Essen und Trinken natürlich vor dem Bus sein, wenn das Wetter entsprechend ist. Dafür verwenden wir eine dünne, doppelt genähte Hundedecke, die wir leicht waschen können. 

Stauraum für Bellos sieben Sachen

Zusätzlicher Stauraum für Hundefutter, Spielsachen, Leinen, Geschirr und zusätzliches Wasser muss bedacht werden. Besonders wenn du für ein paar Wochen Urlaub los düst empfiehlt es sich, genügend Futter von daheim bereits mit dabei zu haben. Eine Futterumstellung während des Urlaubs könnte für dich und deine Fellnase zu etwas Unwohlsein führen. Welche sieben Sachen du auf jeden Fall packen solltest verraten wir dir weiter unten. 

Transport des Hundes während der Fahrt 

Es bietet sich an, wenn die Rückzugs-Höhle des Hundes über eine Möglichkeit verfügt den Hund anzuschnallen oder ein Gitter, wie bei einer Box vorzuschieben, diese auch als Platz zum Transportieren des Hundes während der Fahrt zu wählen. Alternativ gibt es Gurtadapter für Hunde. Je nach Größe des Hundes kann es hilfreich sein eine Trittstufe am Fahrzeug zu verbauen oder einen Schemel vorzustellen. So schonst du die Gelenke deines Vierbeiners. 

Campen mit Hund die 7 Must-Haves 

Neben den lebensnotwendigen Dingen für deinen Hund wie Futter, Wasser, Näpfe, einem Maulkorb, Geschirr/Halsband, Leinen, dem persönlichen EU-Heimtier pass, der alle Impfungen beinhaltet und einem Erste Hilfe Kit für Hunde verraten wir dir nachstehend unsere absoluten Must-Haves für das Vanlife mit Hund. 

  • Nametag mit Telefonnummer oder GPS Tracker wenn du weißt, dass dein Rabauke gerne mal ausreisst. Statistisch gesehen, so erzählte mir unsere Hundetrainerin einmal, greifen die Leute nämlich eher zum Hörer um den Besitzer selbst anzurufen, als das Tier zur Polizei zu bringen. Denn mit dem Anruf ist ein kleinerer Aufwand verbunden. Ein personalisierter Namenstag kostet nicht die Welt und gibt außerdem etwas mehr Ruhe und Vertrauen. 
  • Lüftungsgitter für das Fahrzeug: Diese werden in der Fahrerkabine in die Seitenfenster geklemmt. Wir haben diese selbst für unseren VW T5 und können sie guten Gewissens weiterempfehlen. Wir verwenden außerdem Thermomatten, die wir sowohl im Fahrerraum als auch im Wohnraum an die Fenster geben können, um es im Fahrzeug kühler zu halten. 
  • Eine wasserabweisend Hunddecke bietet sich ideal an um sie mit gutem Gewissen draußen auf die feuchte Wiese zu legen. Sie lässt sich außerdem platzsparend zusammenrollen und benötigt nicht viel Platz im Bus. 
  • Beschäftigung: Das Lieblings-Kauspielzeug muss auf jeden Fall mit auf die Campingreise, denn fast nichts ist anstrengender als ein gelangweilter Hund. Der Urlaub bietet sich auch ideal an, um dem Hund etwas neues beizubringen wie z.B. Einen Frisbee fangen oder den Ball zurückbringen. 
  • Regenfester Umhang und saugfähiges Handtuch für den Vierbeiner: Camping heißt, auf kleinstem Raum zu reisen. Wenn es dann mal regnet, ist es ratsam, den Hund vor dem Besteigen des Campers gut abzutrocknen. Hat dein Hund längere Haare bietet es sich sogar an zusätzlich einen Regenmantel für die starken Regentage zu packen. 
  • Karabiner: Zum einfachen Anleinen am Wagen. So muss die Leine nicht jedes Mal geknotet werden. 
  • CBD – Öl oder andere pflanzliche Helfer zur Beruhigung. Bitte setze dich mit der Anwendung von CBD bei deinem Hund vor der verabreichung auseinander und gewöhne deinen Vierbeiner langsam daran. Wir verwenden das Vitalhemp CBD Öl bereits mehrere Monate und sind super zufrieden damit.

Campen mit Hund – Tipps und Tricks 

Darf ich meinen Hund mitnehmen? 

Sei dir bewusst, dass du beim Reisen mit dem Hund auch immer für deine Fellnase mit denken musst. Das betrifft nicht nur das Leben und Fahren im Camper, sondern auch den Stellplatz, die Strände oder Nationalparks die du bereisen möchtest und die Frage wohin mit dem Hund, wenn er mal wirklich nicht mit kann. Wichtig ist auch zu wissen, welche Vorkehrungen du für welches Land zur Ein- und Ausreise treffen musst. 

Freizeitgestaltung mit dem Hund

Du wanderst, surfst, oder möchtest einen Stadtausflug machen? Bedenke bei deiner Freizeitgestaltung ob du deinen Hund mitnehmen kannst oder nicht. In manchen Nationalparks ist es nicht erlaubt den Hund mitzunehmen. Informiere dich vor allem in den USA vorab genau, wohin du deinen Vierbeiner mitnehmen darfst. Aber auch z.B. im Sommer in Portugal gilt: der Hund darf nicht an jeden Strand! 

Was tun mit dem Hund, wenn er nicht mitdarf?

Das kommt ganz darauf an, wie lange du dem Camper und deinem Schützling fern bleiben wirst. Für einige wenige Stunden (1-2) und in Ländern mit niedrigen Temperaturen, im Schatten und im Idealfall noch mit einem Lüftungsgitter im Fenster lassen wir Charly durchaus im Auto. Beachte aber, dass das bei steigenden Temperaturen und einen längeren Zeitraum auf gar keinen Fall eine Option ist. Alternativ ist es eine Möglichkeit deinen vierbeinigen Freund in die Obhut einer vertrauten Person zu übergeben. 

Impfungen, Spot on, Wurmtablette. 

Informiere dich gut, je nachdem wohin du reisen möchtest, welche Einreisebestimmungen für deinen Hund zutreffen. Jedes Land – auch wenn du innerhalb der EU reist – hat hier etwas unterschiedliche Vorgaben (https://www.hunde-urlaub.net/einreisebestimmungen/ ). Möchtest du z.B. mit deinem vierbeinigen Freund nach Irland reisen, so muss der Hund eine Bandwurm Tablette genommen haben. Die Einnahme muss mindestens 24h maximal 120h zurückliegen und muss im Heimtierausweis eingetragen werden. 

Außerdem empfiehlt es sich, die landesspezifischen Krankheiten im Auge. Ein Beispiel hierfür ist Leishmaniose in den Mittelmeerländern. Ein großer Feind des Hundes, allem voran Welpen (und auch des Menschens) sind die Eichen-Prozessionsspinner-Raupen. Diese treiben ihr Unwesen von Februar bis April nicht nur in Deutschland, sondern beispielsweise auch in Griechenland und Portugal. Mehr Informationen zu diesen findest du hier. Zecken machen auch im Ausland nicht halt davor deinen Vierbeiner zu bespringen und Blut zu saugen. Ein Spot on als vorbeugender Schutz ist daher eine Überlegung wert. 

Innerhalb der EU ist ein sogenanntes „Grundpaket“ zum Reisen mit dem Hund Voraussetzung: Eine Tollwutimpfung, ein Chip zur eindeutigen Identifizierung und die Vormerkung dieser beiden im blauen EU-Heimtierpass.

Der Tagesablauf richtet sich nach dem Hund

Ein längerer Spaziergang am Morgen, mit Such- und/oder Ballspielen gibt nicht nur dir einen energiereichen Start in den Tag, sondern powert deinen Hund auch so richtig aus. Die Zeit zurück im Bus nutzen wir dann entweder zum Arbeiten oder Surfen gehen, wo Charly ja leider nicht mit kann. Sie ist aber dann so müde, dass sie ohnehin nur Wasser und ein ruhiges Plätzchen zum Schlafen benötigt. 

Zusammenfassend bleibt zu sagen: Campingurlaube mit Hunden werden auf keinen Fall langweilig. Sie können herausfordernd sein, aber lassen sich mit guter Vorbereitung toll meistern und bringen irrsinnig viel Freude. Das Rudel bleibt zusammen und lebt auf engstem Raum. Damit erfüllst du deiner Fellnase vierbeinigen Freund quasi einen seiner größten Träume. Also, nichts wie los! Informiere dich dich über die Einreisebestimmungen deiner Reiseziele, pack die Tasche und schon findet ihr euch im nächsten Abenteuer wieder. 

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