Camper Elektrik Installation und Inbetriebnahme

Dieser Beitrag beschreibt dir, wie du deine Elektrik Schritt für Schritt erfolgreich in deine Campervan umsetzt. Also den Einbau und den Anschluss von Strom im Wohnmobil. Hast du dich für deine passende Ausstattung entschieden und bist bereit für den Einbau der Elektrik in deinen Bus, dann bist du hier nun genau richtig. Falls du bei diesem Thema noch unschlüssig bist, findest du hier “in 6 einfachen Schritten zu deiner Camper Elektrik” mehr Informationen zur Dimensionierung von Elektrik Produkten, die du für ein autarkes Wild Campen benötigen könntest. Du solltest dir nämlich genau im Klaren sein, wie viel Strom du benötigst und welche Elektrik du verbauen möchtest, bevor es an das Verlegen und Verbauen deiner Camper Bordelektrik geht. Nun aber los! 

Einkaufsliste unserer Wohnmobil Elektrik (VW T5 LR)

Mittlerweile haben wir unseren zweiten Bus ausgebaut, einen VW T5. Hier haben wir uns für eine etwas kleiner dimensionierte Elektronik entschieden, da das Fahrzeug grundsätzlich für kürzere Trips geplant ist. Wir können mit dem VW T5 Elektrik Setup immer noch problemlos an zwei Laptops vier bis fünf Stunden pro Tag arbeiten. Jedoch kommt es bei einer Schlechtwetterphase (3-4 Tage Regen) rascher dazu, dass wir die Batterie über den Ladebooster oder am Campingplatz laden müssen.

Beim Citroen Jumper waren im Normalfall selbst 5-7 Tage Schlechtwetter ohne externe Strom-Ladung möglich.

Batterie
AGM Versorgungsbatterie Deep Cycle 160Ah Q Batteries
Solar
Solar Laderegler MPPT 100/20 SMART Bluetooth
Semiflexibeles Solarmodul PCB-ETFE 180W 36V
Verbindungskabel Solarmodul zu Solarladeregler 7m 4mm²
Dachdurchführung 2-fach weiß
Landstrom
Batterieladegerät Blue Smart IP 65 12/10 12 Volt
Ladebooster
Votronic Ladebooster Batterie zu Batterie-Ladewandler 12V mit 30A
KFZ-Sicherungshalter Gehäuse
T-Tap-Anschlussklemme Abzweigverbinder
10mm² Leitung – Starter Batterie – Ladebooster (5m)
Verbindungsmaterial
Wago Hebelverbindungsklemme 2 x 0,2-4 mm²
Aderendhülsen
520pcs Kabelschuhe Set
Sicherungshalter 6 Fach
20m Flachkabel 2 adriges Elektrokabel 2 x 1,5 mm
6mm² – 5m Fahrzeugleitung – rot
6mm² – 5m Fahrzeugleitung – schwarz
Kabelschuh Ring M 8 gelb für Kabel 4,0 mm²- 6,0mm²
3x Midi Streifensicherungshalter
Midi Streifensicherungen 2x 40A 1x 80A 1x 50A
Kippschalter 12V
230V
Spannungswandler Victron Phoenix 12/500
Bachmann ELEVATOR Steckdoseneinheit
Gummikabel 3×2,5 mm² Meterware 3m
Sonstiges
Verlängerunsgkabel 10m Outdoor
Doppel-USB Einbausteckdose, 12V / 24V, 2,1A + 1,0A, anthrazit, mit Kabelset 2m
12V LED Camper Spots Warm Weiß (6 Stück) (4 in verwendung)

Sicherheit

Sicherheit ist bei der Arbeit mit Strom ein wichtiges Thema. Wir wollen ja nicht, dass du einen Stromschlag, oder die Batterie einen Kurzschluss bekommt. Deshalb beachte bitte folgende Tips bei der Arbeit mit Elektronik:

Abklemmen der Batterie

Falls du bereits deine Batterie in Betrieb hast oder Änderungen an der Bordelektrik vornimmst, solltest du immer zuvor die Verbindung zur Batterie trennen. Dazu wird zuerst der Minuspol von der Batterie abgeklemmt und danach der Pluspol. Beim Anschließen ist es genau die andere Reihenfolge. Als erstes den Pluspol und danach den Minuspol verbinden. Achte darauf, dass sich die beiden Kontakte nie berühren!

Die korrekten Kabel

Im Camper dürfen nur flexible Kabel (Litzen) verwendet werden. Diese sind besonders flexibel. Durch die beim Fahren entstehenden Vibrationen können starre Stromkabel brechen und Kurzschlüsse verursachen. Hilfe zur Berechnung des richtigen Kabeldurchmessers findet du hier.

Verkabelung der Camper Van Bordelektronik

Alle elektrischen Endverbraucher besitzen zwei Anschlüsse. Ein Kabel das an den Plus, und eines, das an den Minuspol angeschlossen werden muss. Bevor du alles miteinander in Verbindung setzt, sind die Kabel abzuisolieren und zu verlegen. Hierfür sind folgende Schritte zu beachten: 

Statt direkt mit den Kupferadern zu verklemmen oder zu verschrauben, gibst du an alle Leitungsenden passende Aderendhülsen oder Kabelschuhe.  Je nach Endgerät kann dies unterschiedlich sein.

Für die Sicherungsbox empfiehlt es sich z.B.: Kabelschuhe zu verwenden, wobei beim Anschluss des Solarladereglers Aderendhülsen erforderlich sind. Diese werden ganz einfach mit einer Crimpzange oder der Aderendhülsenzange auf die abisolierten Kabelenden gepresst. 

Der leichteste Weg zum Verbinden der einzelnen Kabel ist die Verwendung von WAGO Klemmen. Sie sind viel sicherer als Lötstellen, einfacher wieder zu öffnen, und du ersparst dir sehr viel Arbeit dadurch. Die kleine Investition ist es also durchaus wert! Für diese Verbindungen benötigst du keine Aderendhülsen. 

Wichtig ist außerdem, dass alle elektronischen Kabel immer durch Kabelschläuche verlegt werden, da sie somit besser vor Quetschungen und Abreibung geschützt sind. Auch hier gibt es unterschiedliche Durchmesser. Überlege also bereits vor dem Kauf, wie viele Kabel du an welcher Stelle verlegen möchtest.

Anschließen der Verbraucher (Lichter, Kühlschrank, Steckdosen)

Jedes einzelnen Produkt in deinem Campervan, das über Strom betrieben wird, ist ein Verbraucher deiner Elektrik. Nun geht es daran deine Stromquelle mit den einzelnen Verbrauchern zu verbinden um den Kreislauf zum Laufen zu bekommen.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass bei uns (fast) alle Verbraucher über einen Sicherungskasten mit dem Lastausgang des Solarrladeeglers verbunden sind. Der Solarladeregler ist dann mit der Batterie verbunden ist. 

Falls du keinen Solarladeregler mit Lastausgang verbaut hast, empfiehlt sich zwischen Batterie und Verbrauchern einen Tiefenentladeschutz zu verbauen. Dieser ersetzt die Batteriekontrolle des Ladereglers.

Grundsätzlich gilt:

Die Plusleitung deiner Elektrik Geräte verbindest du jeweils mit dem Sicherungskasten (1). Falls du diese zusätzlich mit einem Schalter für z.B.: die Wasserpumpe oder Licht bedienen möchtest, musst du diesen zwischen Verbraucher und Sicherungskasten anbringen. Dafür musst du den Schalter nur mit der + Leitung deines Verbrauchers verbinden. Falls du dein Schalter eine LED hat, musst du auch die Masse mit dem Schalter verbinden. Die Minusleitungen deiner Verbraucher kannst du direkt am Sicherungskasten zusammenführen. 

Camper Elektrik Verkabelung Sicherung
1) Sicherungskasten 2) Boardbatterie 3) Solarladeregler 4) weitere Elektrik Geräte 5) Verkabelung zu den Schaltern
Elektrik Schalter Camper
Verkabelung der Schalter & USB Steckdose
Verbinden von Kabeln mit WAGO Klemmen
Verbinden von Kabeln mit WAGO Klemmen

Stromlaufplan unserer Kastenwagen Wohnmobil Elektrik

Auf den nachfolgenden Stromlaufplänen kannst du übersichtlich erkennen Was, Wie und Wo angesteckt gehört. Die Pläne entsprechen 1:1 unserer Stromversorgung im Camper.

Citroen Jumper Kastenwagen Camper Stromlaufplan

Um den Elektrik Plan des Citroen Jumpers in voller Auflösung zu sehen kann du ihn hier auch downloaden. 

VW T5 Camper Van Stromlaufplan

Elektrik Vw T5

Der VW T5 Stromlaufplan ist auch interaktiv für Desktop und Tablet Endgeräte verfügbar.

Achtung: Oft musst du Leitungen der Elektrogeräte für die Verkabelung getrennt werden, um sie mit dem Sicherungskasten (1) verbinden zu können. bzw. um die Leitungen zu verlängern. Achte immer darauf, dass nur die passenden Pole miteinander verbunden werden. ( mit  und + mit +). Meistens besitzen die Plusleitungen der Kabel die Farbe Rot, Braun oder Violett oder aber haben einen Strich auf der Seite als Kennzeichnung. Minus ist meistens mit Schwarz oder Blau versehen.

Zwischen Verbraucher und Sicherungskasten haben wir uns für ein 6 mm² Kabel entschieden. Alle Verbraucher, die vom Sicherungskasten wegführen, haben wir mit 2,5mm² Kabel verlegt.

Montage, Installation und Verkabelung der Solaranlage für den Camper Van (Citroen Jumper Kastenwagen)

Unsere Solaranlage beim Citroen Jumper Kastenwagen montierten wir auf Dachträgern. Dazu verwendeten wir Winkel und Schrauben mit einer passenden Gegenmutter. Für die Montage musst du jeweils Löcher in den Rahmen der Solarpanele und in die Dachträger bohren. Eine Dokumentation davon siehst du in den folgenden Bildern.

Beim VW T5 Camper haben wir ein flexibles Solarpanel verbaut, mehr dazu im Beitrag “flexibles Solarpanel für das Wohnmobil – Montage Anleitung”

Tipp: Die Metallspäne am besten gleich absaugen und das Dach danach gründlich reinigen, da Metallspäne sehr schnell rosten!

Befestigung des Solarpanel auf Dachträger mit Winkel
Befestigung des Solarpanel auf Dachträger mit Winkel
kabeldurchführung Solar
Fertig verklebte Kabeldurchführung

Das Solarpanel auf Dachträgern zu installieren hatte für uns mehrere Gründe: zum Einen wollten wir die Dachträger ohnehin für den Transport anderer Dinge nutzen, zum Anderen löste sich der Lack am Dach unseres Citroen Jumper bereits ab. Bei unserem VW T5 mit Aufstelldach entscheiden wir uns wiederum das Solar zu kleben.

Ist die Solaranlage schließlich montiert, musst du die Leitungen des Solarpanel mit dem Solarkabel verbinden und durch eine Dachdurchführung in den Innenraum deines Vans verlegen. Für die Solar Dachdurchführung bohrten wir mit einem Metallbohrer zwei große Löcher in das Dach, entgrateten diese und behandelten sie anschließend mit Metall-Schutzlack. Die Kabeldurchführung wird dann mit Sikaflex 221i angeklebt. Wichtig: vor jedem Kleben den Lack mit einem Vlies leicht anschleifen und dann gründlich reinigen, z.B: mit Silikonentferner.

Anschließen und Inbetriebnahme des Solarreglers

1) Verbinde + und –  der Sicherungsbox  mit dem Last (Verbraucher) Ausgang des Solarreglers. Stelle sicher, dass die Verbraucher dabei ausgeschalten sind!

2) Verbinde nun die Batterie mit dem Solarladeregler: zuerst die + (rot) und dann die – Leitung (schwarz) verbinden.

Auf der Plusleitung solltest du eine Midi Sicherung verbauen. Die Dimensionierung dieser Sicherung muss je nach Leistung des Solarreglers angepasst werden. Für einen 20A Regler währe das beispielsweise eine 40A Sicherung. Verbaue die Sicherung so nah wie möglich am Pluspol der Batterie.

TIPP: Als zusätzlichen Massepunkt (Minuspol) der Batterie könntest du die Karosserie heranziehen. Dazu wählst du einfach ein passendes Stück Blech (bei den Fahrzeugsäulen z.B.) in deinem Fahrzeug, in der Nähe deiner Bordbatterie, aus. In dieses bohrst du ein Loch und entfernst den Lack rundum mit einem Schleifpapier oder einer Feile. Somit entsteht ein guter Kontakt mit der Karosserie. Für die Masseleitung solltest du ein Kabel mit einem möglichst großem Querschnitt verwenden z.B.: 6mm². Verbinde die Kabelenden mit einem passenden Kabelschuh um dieses dann auf der einen Seite mit einem Schrauben und einer Gegenmutter mit der Karosserie und auf der anderen Seite mit dem Minuspol der Batterie zu verbinden.

3) Schließe die Solarpanele an.

Verbinde deine Solarkabel mit dem “Load” eingang deiens Ladereglers.

Den Lastausgang des Solarreglers kannst du nun in der Victron APP aktivieren und deine Elektrikgeräte testen. Überprüfe auch, ob der Batterietyp richtig vom Solarregler erkannt wurde und die Ladespannungen mit denen aus dem Batteriedatenblatt übereinstimmen. 

Beispiel für ECTIVE 230Ah 12V AGM

Datenblatt

  • Konstantspannung 14.4 V (Constant voltage charge)
  • Erhaltungsspannung 13.62 V (Float voltage)
  • Ausgleichsspannung 14.4 V (Cycle applications)
Victron APP AGM ECTIVE 230AH Konfiguration
Victron APP AGM ECTIVE 230AH Konfiguration

Verkabeln und Inbetriebnahme des Spannungswandlers

Da die meisten Spannungswandler einen hohen Einschaltstrom besitzen und auch im Betrieb oft sehr hohe Ströme fließen, können diese nicht direkt über den Lastausgang des Solarreglers betrieben werden. Somit muss dieser direkt an die Batterie angeschlossen werden. Wichtig ist, dass der Spannungswandler auch zusätzlich auf seine Höchstleistung abgesichert wird. Wir haben in unserem Van den Victron 375W verbaut. Seine Spitzenleistung beträgt 700W und somit fließen unter 12V maximal 58A. Als Sicherung haben wir eine 80A Midi Sicherung mit entsprechenden Sicherungshalter verwendet.

Camper Elektrik: Solarregler, Spannungswandler und Ladegerät von Victron

Du hast immer noch Respekt vor deinem Elektrik-Einbau? 

Dann schau dir die fertigen Batterie-Konzept-Sets von Bullibattery an. Hier gibt es fertig optimierte Varianten für Strom im Campervan zum Setpreis. Das ganze kommt in der Plug and Play Variante inklusive bebilderter Einbauanleitung. Falls du dennoch Hilfe beim Einbau brauchst, kannst du Bullibatttery einfach direkt kontaktieren und sie werden dir garantiert mit Kompetenz weiterhelfen.

Nun sollte der Strom in deinem Campervan einwandfrei fließen. Dem autarken Freicampen steht also nichts mehr im Wege!
Falls du noch Fragen oder Anregungen hast, lass uns gerne einen Kommentar hier oder schreibe uns ein kurzes Mail, wir helfen dir gerne weiter!

 Bitte beachte bei Elektroarbeiten die geltenden Vorschriften. 

Alle auf unserem Blog zusammengetragenen Informationen geben wir nach bestem Wissen und Gewissen nach außen, sind jedoch kein Fachmann/keine Fachfrau. Wir übernehmen keine Verantwortung für selbst durchgeführte Elektroarbeiten an deinem Camper. Lasse im Zweifelsfall immer einen geschulte Person deine Verkabelung durchführen oder kontrollieren. 

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50 thoughts on “Camper Elektrik Installation und Inbetriebnahme

  • Hallo

    kurz eine Frage muss die Elektronik nicht von einem Spezialisten abgenommen werden? (Versicherung etc.?) Oder wie ist das so Versicherungmäßig?

    Vielen Dank für eure Antwort

    Grüße Felix

      Antworten
    • Hallo Felix,
      Falls du dein Auto als Wohnwagen zulässt was für Personen aus Deutschland ein großer Versicherungsvorteil ist überprüft der Tüv gewisse Sachen wie Gas,… . Die genauen Punkte kann dir sicher dein Prüfer nennen, hier wissen wir leider nicht genauer bescheid da unser Auto in Österreich zugelassen ist.
      In Österreich bringt eine Ummeldung nur Kosten mit sich und keine Vorteile. Daher ist unser Umbau nur ein Ladetätigkeit und ist nicht weiter versichert und hat auch keine offizielle Elektrik Abnahme benötigt.
      Grüße Andi und Kathi

        Antworten
    • Hallo Felix,

      die oben im Bild gezeigte 3er-Leiste sollten Sie besser nicht angesteckt haben, wenn Sie zum TÜV fahren. Es gibt ein paar Sachen, die Sie in D beachten sollten: Jede (!) 230 v Steckdose muß direkt mit eigenem Kabbel angeschlossen sein (Ausnahme Verteiler-Dose mit Wago-Klemmen). Es dürfen nur bestimmte Kabeltypen (H07RN-F, am besten in 3x 2,5) verwendet werden, keine einadrigen, weil diese bei den Erschütterungen brechen könnten. Ein FI mit RDC ist Pflicht, auch sollte der Rest (je nach TÜV-Prüfer) stets für Feuchträume geeignet sein (Dosen, Schalter). 12 V und 230 V haben getrennt verlegt zu sein, vorzugsweise in Kabelkanälen. Darauf achten, das alles korrekt abgesichert ist (Batterie, Wechselrichter, Solarregler usw.). Es gibt Prüfer, die sich ALLES genau anschauen. Davon ab, dient es der eigenen Sicherheit. Viel Spaß beim Umbau/Einbau und stehts eine gute Reise. 🙂

        Antworten
  • Hallo,
    vielen Dank für die gute Erklärung. Eine generelle Frage habe ich aber doch.
    Macht es nicht Sinn zwischen Solaranlage bzw. jegliche Stromquellen und den Verbrauchern, die Batterie zu schalten? So lädt die Solaranlage die Batterie auf. Von dort können die Verbraucher dann auch Strom ziehen wenn die Solaranlage nicht liefert bzw. wenn eine mobile nicht angeschlossen ist.

      Antworten
    • Hi Lauritz, das regelt der Solarregler für dich 😉
      Sobald die Sonne scheint ladet dieser deine Batterie und versorgt die Verbraucher gleich mit dem Solarstrom. Wenn keine Sonne scheint versorgt er deine Verbrauch mit der Energie aus der Batterie.
      Beste Grüße Andi und Kathi

        Antworten
  • Hallo zusammen,
    meine Verbraucherbatterie soll durch eine Solaranlage, die Lichtmaschine und optional noch durch Landstrom geladen werden. Muss ich zwischen die jeweiligen Stromerzeuger und die Batterie immer einen Laderegler schalten? Falls ja, habt ihr Erfahrungen mit Ladereglern, die mehrere Stromerzeuger gleichzeitig bedienen können?
    Vielen Dank im Voraus 🙂
    LG Lucas

      Antworten
    • Hey Lucas,

      Kommt theoretisch auf die verbaute Batterie drauf an. Wenn du z.B eine AGM Batterie verbaust, solltest du diese für eine lange Lebenszeit immer über die entsprechende Kennlinie laden. Es gibt tatsächlich ein Kombigerät das MPPT Solarregler, Landstrom und Lichtmaschiene Kombiniert -> Votronic Triple .
      Der Vorteil ist es alles sauber und einfacher verkabeln lässt.
      Der Nachteil, du bist von einem Gerät abhängig und kannst nicht in eine Richtung einzeln Skalieren.
      Zb. du bekommst mehr Solarpower dann kannst du nicht einfach deinen einzelnen Solarregler austauschen sonder müsstest das ganze Kombiegerät wechseln.

      Auch bei der Fehlersuche finde ich es etwas einfacher die Geräte einzeln zu haben.

        Antworten
  • Danke für die Anleitung.
    Habt ihr alle Verbraucher in die Neutralleiterklemme gesteckt, und von der Neutralleiterklemme dann ein Kabel an den Solarregler angeschlossen?

    Ihr schreibt, die Erdung könnte man auch auf die Karosserie legen.
    Angenommen es besteht ein Fehler im System, und die Elektrik ist über die Karosserie geerdet und man packt jetzt von außen an die Tür – könnte das nicht gefährlich sein?

      Antworten
    • Hallo Martin,
      Im Endeffekt ist es egal, der Minuspol der Batterie, des Solarreglers und der Karosserie sind ident. Du kannst dir das vl. als eine große Fläche vorstellen an der alle Minus Leitungen angeschlossen werden. Wenn es zu einem Fehler (Kurzschluss) kommt wird die Sicherung den Stromkreislauf unterbrechen. Darum ist es wichtig so nahe wie möglich an der Batterie eine Leitungssicherung zu verbauen.
      beste Grüße Andi

        Antworten
  • Hallo,
    Eure Anleitung ist wirklich super und sehr verständlich. Eine Frage ist jedoch noch offen geblieben. Ihr nutzt die gewonnen Solarenergie über den MPPT zum Laden der Batterie. Kann die Batterie gleichzeitig mit dem Victron Ladegerät geladen werden oder geht hier nur entweder Solar oder Ladegerät (Landstrom)?
    Beste Grüße
    Jennifer

      Antworten
    • Hey Jenifer,
      Es funktioniert beides gleichzeitig. Wenn du zb. am Campingplatz mal Landstrom beziehst wird sich der Regler mit der niedrigsten Spannung (vermutlich Solar) zuerst abschalten.
      Beste Grüße Andi

        Antworten
  • Vielen Dank für euren Blog, hat mir schon guten Input gegeben. Ich habe eine Frage bzgl euren verbauten Sicherungen. Sind die (mit 5 und 10A) nicht zu groß dimensioniert (wenn ich mir die zugehörigen A in eurer Excel anschaue)? Bringen die dann überhaupt noch Sicherheit, wenn sie zu groß dimensioniert sind? Wie dimensioniere ich die richtige Sicherung für die 12V Steckdose? Je nach angeschlossenen Verbaucher variiert ja der Strom.
    Liebe Grüße

      Antworten
    • Hi Katha,
      Bei einem Kabelquerschnitt von 2,5m² kannst du theoretisch um die 20A fließen lassen ohne das das Kabel warm wird. Die Sicherung dienst dazu, dich im Falle eines Kurzschlusses vor Kabelbrand zu schützen.
      Hier würden Ströme weit über 10A fließen. Ab 10A würde dann die Sicherung “gehen” und dein Kabel ist somit geschützt.

      Genau bei der 12V Steckdose kennt man die Verbraucher im vorhinein nicht.
      Aber 10A sind schon relativ viel Strom damit kannst du eigentlich sehr viele Endverbraucher versorgen und bist trotzdem auf der sehr sicheren Seite vor Kabelbrand 😉

      Beste Grüße Andi

        Antworten
      • Hi Andi
        Ok, danke dir!
        Ich habe 1,5qm Kabel verlegt(für LEDs, Wasserpumpe, 12V Steckdose;Kühlbox separates Kabel-im Prinzip die selben Produkte wie im Blog). Ich hätte für die Pumpe und LEDs 1-3A Sicherungen genommen, für die Steckdose 5 und für die CDF18 8(steht glaube in der Bedienungsanleitung).
        Liebe Grüße

          Antworten
        • Hey Katha,
          CDF 18 benötigt ca. um die 3A also sind die 5A auch in Ordnung ;-).
          Bei 1,5m² Kabel kannst du theoretisch bis 15A absichern aber besser ist es natürlich wenn du genauer an deinem Verbraucher dran bist ;-). Lass aber ruhig 2A Luft nach oben, nicht das dir Sicherung dann ohne Grund geht weil dein Verbraucher + Kabellänge vl. doch etwas mehr Strom zieht als am Papier rauskommt.
          Beste Grüße Andi

            Antworten
  • Hallo Andi,
    herzlichen Dank nochmal für die vielen guten Beiträge in eurem Blog. Wir sind jetzt mit dem Ausbau von unserem Jumper fast fertig und euer Blog hat uns dabei sehr geholfen!

    Falls hier jemand Probleme haben sollte mit dem Anschluss der Wasserpumpe: bei uns hat die Pumpe nicht funktioniert als sie am Lastausgang des Ladereglers war – da scheint ein Art Sicherheitsmechanismus anzuspringen, vermutlich wegen zu hohem Einschaltstrom. Jetzt ist die Pumpe direkt an der Batterie angeschlossen und funktioniert…

      Antworten
    • Hey Marco,
      Danke für den Hinweis ;-).
      Da hast du wohl eine Pumpe mit einem sehr hohem Einschaltstrom. Das ist bei uns mit dem Wechselrichter der Fall darum hängt dieser direkt an der Batterie.
      Beste Grüße Andi

        Antworten
  • Hi,
    eine Frage noch, habt ihr das Ladegerät an eine Art Außensteckdose angeschlossen, oder einfach auf dem Schuco-Stecker gelassen?

    Vielen Dank für die sehr hilfreiche Anleitung!

      Antworten
    • Hi Mark,
      Da wir das Ladegerät so selten verwenden (eigentlich noch nie während eines Tripes) haben wir keine Extra Außensteckdose verlegt. Im Notfall verwenden wir einfach ein Verlängerungskabel und stecken das mit dem normalen Schuko Stecker an.
      Beste Grüße Andi

        Antworten
  • Hi Andere,
    Absolut super Beiträge,aber eine frage hätte ich noch
    Wo habt ihr denn eure ganze Elektrik versteckt?
    Gruß Torsten

      Antworten
  • Und noch eine (vielleicht dumme) Frage:

    Anhand der Werte in der App.. wie erkenne ich dort den “Füllstand” der Batterie?

    Vielen Dank 🙂

      Antworten
    • Hey Mark,
      Denn Füllstand der Batterie ist nicht ganz einfach abzulesen, da die Batteriespannung unter Last und Ruhe stark schwankt. Selbst wenn du die Verbraucher ausschaltest dauert es noch bis sich die Batterie beruhigt hat. Am einfachsten zu kontrollieren ob deine Solaranlage genug Energie liefert ist die “Historie” in der App anzeigen zu lassen. Hier sollten ab und zu alle Drei Farben im Balken ankommen. Dann wurde die Batterie soweit aufgeladen das der Regler bereits denn “Erhaltungsmodus” aktiviert hat, also zu 100%. Wenn du es zb. nie über denn ersten Balken schaffst bist du unter immer 80% der Volllaudung.

        Antworten
  • Nur 1 Frage – zur ansonsten super Erklärung:

    Warum ein Ladegerät mit 230V Landstrom (Deutschsprachland Haussteckdose) und nicht CEE Stecker?

      Antworten
  • Hey,
    mir gefällt was Ihr hier aufgebaut habt, weiter so!!
    Ich möchte in meinem Bus 12V LED Streifen und Spots anbringen (nehmen wir die, die ihr auch habt) kann ich diese einfach an die Batterie anschliesen, oder muss da trotzdem noch ein Trafo, oder ähnliches dazwischen?
    Danke schon mal für Eure Antwort.

      Antworten
    • Hi Matthias,
      Theoretisch kannst du sie “fast” direkt an der Batterie anschließen.
      Was du auf jeden Fall aber machen solltest ist eine Sicherung dazwischen zu hängen. Falls du mehrere 12 Geräte verbaust, am besten einen Sicherungskasten, falls es nur die LED Streifen sind dann reicht auch eine einzelner Sicherungshalter aus.
      Auch solltest du dir überlegen ob du noch eine Batteryprotect dazwischen hängst. Falls du zb. mal vergisst die LED auszuschalten kann sie sie dir sonst die Batterie entleeren und beschädigen.

      Und falls du vorhast den LED Streifen öfters zu durschneiden brauchst du auch noch “strip connector“.

        Antworten
      • Hi Andreas,
        danke für die Tipps.
        Ich frage, weil ich schon mal 12V spots direkt angeschlossen habe und die sind mir sofort durchgebrannt. Eure funktionieren, dann werde ich mir die gleichen kaufen :0)
        Grüße aus hamburg
        Matthias

          Antworten
  • Servus,
    Eine Frage ist der Batterieladeregler zum aufladen gedacht?
    Sollte der nicht extern die Batterie aufladen sprich z.B an einem Stromanschluss außerhalb oder des gleichen . Da frage ich mich welche Aufgabe hat der denn in einem geschlossenen Stromkreis ?
    Schöne Grüße ansonsten guter Beitrag sehr hilfreich 😀

      Antworten
    • Ja genau das Batterieladegerät wird bei Bedarf an 230V Landstrom angesteckt um die Batterie zu laden. Ich werde das in der Grafik noch ausbessern ;-).
      Beste Grüße Andi

        Antworten
  • Moin Moin:)
    Hätte da auch mal eine kurze Frage:

    Wo genau habt ihr die 6mm2 und wo die 2,5mm2 Kabel verwendet? Werde irgendwie nicht ganz schlau draus, vielleicht kannst du es anhand von deinem Schaltplan erklären?

    Liebe Grüße
    Daniel

      Antworten
    • Hi Daniel,
      Wir werden den Plan bald mal updaten… Aber grundsätzlich haben wir das 6mm² überall wo höhere Ströme fließen (Batterie <-> Solarladeregler / Solarladeregler <-> Sicherungshalter / Batterie <-> Wechselrichter) verwendet. Das 2,5 mm² Kabel bzw. für die meisten Dinge würde auch 1,5mm² locker reichen, haben wir dann bei allen 12V Endverbrauchern ( Sicherungshalter <-> Led Verteilerdose / Sicherungshalter <-> Wasserpumpe / … ) verwendet. Hoffe das hilft weiter ;-). Beste grüße Andi

        Antworten
  • Hallo ihr lieben,

    Hattet ihr euch Probleme beim anschließen der 6mm^2 Leitungen?

    Ich habe den Victron 100/20 mit 6mm^2
    Solarkabeln und inklusive Aderendhülsen passt das Kabel nicht in den Solarregler…

    Danke für eure Erfahrungen dazu

      Antworten
    • Hi Michael,
      Auch wenn der Victron MPPT Laderegler bis zu 6mm² inkl. Aderenhülsen ausgelegt ist, sind die Klemmen sehr eng 😉
      Unsere Vorgehensweise war immer die Kabel normal zu pressen und dann mit einer normalen Zange ein klein wenig länglicher drücken.
      Ein Kabel wollte auch nach drei verschleißten Aderenhülsen immer noch nicht rein, hier haben wir die Aderendhülse dann leicht mit einem Seitenschneider eingeschnitten ;-).
      beste Grüße Andi

        Antworten
  • Hallo,

    gut erklärt, erstmal Danke dafür.
    Ich habe vor, die Versorgerbatterie erstmal nur über Solar und Landstrom zu laden und noch nicht über die Lichtmaschine.
    Meine Frage, da das Ganze nun eine Art Powerstation ist, muss ich die Versorgerbatterie zwingend erden? Es ist ja ein in sich geschlossener Kreislauf.

    Vielen Dank

      Antworten
    • Hi Jonas,
      Du meinst vermutlich die Karosseriemasse.
      Nein das musst du in diesem Fall nicht machen. Es ist vor allem dann Sinnvoll wenn du zb. mit einem Lade booster arbeitest weil du dir dann die lange Minus Leitung sparst.
      beste Grüße Andi

        Antworten
  • Hallo
    habt ihr zwischen Sicherungskasten und Endgerät (12V Steckdose) nochmals eine Sicherung im Kabel verbaut? In dem oberen rechten Bild sieht es so aus als hättet ihr noch eine Sicherung da drinnen. Ist diese zwingend notwendig? Wenn ja, warum? Vielen Dank für eure Antwort.
    Liebe Grüsse Jule

      Antworten
    • Hi Juliane,
      Nein hier haben wir keine Sicherung verbaut.
      Da hier ohnehin alle Endgeräte mit einer Sicherung angeschlossen sind, würde diese im Fehlerfall ohnehin zuerst fallen bevor die Sicherung zwischen Sicherungskasten und Laderegler fällt.
      beste Grüße Andi

        Antworten
  • Hey,

    ich wollte mal nachfragen ob du noch weist wie der Winkel heisst, den du verbaut hast um das Solarmodul zu fixieren. Suche etwas ähnliches, wurde aber leider nicht fündig bisher.

    Liebe Grüße 🙂

      Antworten
  • Hey,

    weist du noch welche Art von Winkel ihr benutzt habt und wo ihr diesen gekauft habt? Bin auf der Suche nach einem der auf meinen Dachträger passt. Leider bin ich bisher nicht fündig geworden.

    Liebe Grüße

      Antworten
    • Hey Sascha,
      Die Winkel haben wir selbst gebaut. Alternativ kannst du nach T Winkelverbinder suchen und diese selbst zurechtbiegen oder einfach normale Winkelverbinder verwenden.
      beste Grüße Andi

        Antworten
  • Hey, super erklärend geschrieben.
    Eine Frage zu den Kabeln:
    Habt ihr zwischen der Batterie und Laderegler sowie Batterie und Wechselrichter 6mm2 verwendet der mehr?

    Viele Grüße,
    Bernd

      Antworten
    • Hi Bernd,
      Ja zwischen Batterie und Laderegler und zwischen Wechselrichter und Batterie haben wir jeweils 6mm² verwendet.
      beste Grüße Andi

        Antworten
  • Hallo, super beschrieben! Frage zum Laderegler: dort ist intern eine 20A Sicherung enthalten, wozu die zusätzliche im Kabel zur Batterie?
    Viele Grüße, Bodo

      Antworten
    • Hi Bodo,
      Ich weiß gar nicht ob der MPPT Laderegler für den Batterie (Ein/Ausgang ) eine Sicherung hat. Wenn ja dann könntest du diese theoretisch natürlich weglassen. Einfacher zu tauschen ist auf jeden Fall die im Kabel selbst, als die im Gerät ;-).
      beste Grüße Andi

        Antworten
  • Hi Zusammen,

    Ihr habt ja die Plusleitungen sinnvollerweise immer an den Sicherungskasten angeschlossen, dann schreibt ihr man kann die Minusleitung da auch mit anschließen? Macht es nicht mehr Sinn alles Minus einfach über die Karrosserie/Masse laufen zu lassen anstatt überall die extra Kabel zu verlegen?

    Grüße Tobi!

      Antworten
    • Hi Tobi,
      Wir haben einfach doppeladrige Leitung verlegt. So hast du alles auf einem Platz zusammengeführt und im Fehlerfall lässt sich das Problem vermutlich schneller finden.
      Theoretisch könntest du auch die Minusleitungen über die Karosserie laufen lassen. Du müsstest diese aber dann vermutlich ziemlich oft anbohren ;-). Sinn macht das zb. wenn du einen Lade Booster verbaust, da du hier ein relativ dickes Kabel benötigst und du dir bei dem Weg über die Karosseriemasse dieses Kabel nicht benötigst und somit Geld sparen kannst.

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  • Hallo Andreas,

    Danke für den Artikel, sehr hilfreich!

    Ihr habt für die 2,5 mm² doppelartige Kabel verlegt.
    Für die 6 mm² habt ihr aber nur rotes in der Einkaufsliste?
    Wie habt ihr das denn mit dem Minuskabel gemacht? Müsste ich hier auch 20 m 6mm² bestellen?

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    • Hi Ben,
      Genau die kleinen Elektro Geräte haben wir mit 2,5mm² bzw. im T5 nur 1,5mm² Leitungen (wir haben hier kürzere Distanzen) verwendet.
      Stimmt bei der Jumper Einkaufsliste haben wir das Schwarze Kabel vergessen. Bessere ich gleich nach.
      Von dem Schwarzen Kabel brauchst du theoretisch jedoch weniger, da du zum Beispiel den Weg zwischen Lade Booster und Startbatterie über die Karosseriemasse machen kannst. Hier kannst du einiges an Kupfer sparen.
      Dazu verbindest du deine Geräte / Versorgungbatterie mit einem vorhanden Massepunkt deines Fahrzeuges oder erstellst dir selbst eine.
      Es gibt leider nur eine 5m Version des Kabels, aber diese ist vermutlich immer noch günstiger als 2m vom Baumarkt ;-).

      beste Grüße Andi

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